Uetersener Nachrichten vom 08.02.2010 21:30
Einfach nur cool bleiben
GLÄTTE Das viele Eis ist ärgerlich, jedoch derzeit nicht zu bekämpfen. Von Klaus PlathUetersen. Der Winter hat den Norden fest im Griff. Dauerfrost ist bis über das Wochenende hinaus angesagt. Zudem soll es am Mittwoch wieder etwas schneien. Plusgrade, die ein Ende der Eiszeit einläuten können, lassen auf sich warten.
Zuletzt vor 31 Jahren, im Schneewinter 1978/79 hatte Schleswig-Holstein mit den Kuriositäten des Winters so extrem wie gegenwärtig zu kämpfen.
Insbesondere sind es ältere Menschen, die derzeit Probleme haben. Sie sind nicht nur hinsichtlich der Räumpflicht auf eine intakte Nachbarschaft angewiesen. Ein gutes Miteinander hilft älteren Menschen auch hinsichtlich eines anderen Punktes über den Winter.
Die Frage, mit der sich insbesondere der Personenkreis, der nicht so gut zu Fuß ist, derzeit befassen muss, lautet: Wie versorge ich mich mit den Gütern des täglichen Bedarfs? Dazu Klaus Griebel von der AWO: „Verschiedene Supermärkte bieten einen Lieferservice an. Die Menschen, die einen Pflegevertrag abgeschlossen haben, können sich immer an ihren Dienst wenden und zusätzliche Leistungen erfragen. Bei uns helfen diesbezüglich Zivildienstleistende gerne weiter.“
Auch die Pflegedienste haben derzeit jedoch Probleme. Insbesondere sind es die Kunden, die in Nebenstraßen wohnen, die häufig länger als sonst auf die Krankenschwester warten müssen. Klaus Griebel: „Die Fahrtzeiten haben sich häufig verdoppelt.“ Probleme würden insbesondere die tiefen Fahrspuren, die sich in den vereisten Nebenstraßen gebildet haben, bereiten.
Autos mit zu geringer Bodenfreiheit können diese Straßen nicht mehr passieren. Was kann getan werden? Klaus Griebel ist ratlos aber auch gelassen: „Abwarten, bis es wärmer wird.“ Die Prognose des AWO-Mannes: „Der Februar bleibt kalt.“
Gäbe es Streusalz, dann wäre alles kein Problem. Das Salz würde das Eis antauen und die Räumfahrzeuge der Städte und Gemeinden könnten den Matsch entfernen. Salz aber gibt es derzeit nicht mehr.
Michael Wörmcke vom Hagebaumarkt Uetersen erreichen Salz-Anfragen täglich. Doch auch er muss kapitulieren. „Das Problem für uns ist, dass, wenn überhaupt, nur lose Ware geliefert wird. Und dann an die Bauhöfe. Von den Lieferanten ist alles storniert worden. Wir brauchen auch gar nicht mehr anrufen, dort nimmt niemand mehr den Telefonhörer ab. Salz ist einfach nicht lieferbar. Wir bieten Granulat und Sand an.“ Insbesondere Sand sei im Baustoffhandel noch in großen Mengen zu bekommen, so Wörmcke.
Sein Eindruck der Lage: „Die Leute sind relativ entspannt. Sie wissen von den Engpässen aus Funk und Fernsehen.“
Die Stadt Uetersen bekämpft die Glätte jetzt mit grobem Maurersand. Zunächst, so Baubetriebshofleiterin Stefanie Schmedes, werden die neuralgischen Punkte abgestreut, dann andere Bereiche.
In den letzten 7 Tagen schon 4 mal gelesen - zuletzt am 30.07.2010 um 03:41.
Weitere Meldungen, der Kategorie Vermischtes,
JVA-Leiter: Keine Sonderbehandlung für KachelmannDie Promi-Geburtstage vom 30. Juli 2010: Hilary Swank
Gendoping - Die Mutanten greifen an
Gift tötete Hündin „Asta“ in Lübeck
Fahrerflucht in Travemünde: Radfahrerin schwer verletzt
Eine Spezialmischung stopft die Löcher
ProSieben 06.08.2010 20:15 - Star Wars: The Clone Wars - Ungebremste Materialschlacht
Mutige Möbelpacker stoppen Messerstecherei in Lübeck
Briefflut für Lindsay Lohan hinter Gittern
Anwohner protestieren gegen Sex-Täter in Hamburg
|
|||||||||||||||










