vom 08.02.2012 20:42
„Damals waren sich unsere Jungs noch nicht einig, ob sie miteinander spielen wollen oder nicht – jetzt waren wir über 60 Minuten die klar bessere Mannschaft“, freute sich TuS-Trainer Claas-Peter Schütt, nachdem sein Team das Rückspiel mit 25:19 gewonnen hatte. In der Sporthalle am Rensefelder Weg gingen die Tornescher zunächst mit 0:1 in Führung. Obwohl sie anschließend gut in der Abwehr standen, hieß es plötzlich 2:1 für Stockelsdorf – weil die Gäste vorne zu viel verwarfen. „Das war eine zähe Phase, in der wir einige Chancen vergeben haben“, gab Schütt zu.
Nachdem die Esinger zunächst mehrmals den ATSV-Keeper angeworfen hatten, gelang ihnen beim 2:3 die erneute Führung. Anschließend deckten sie weiter aggressiv und konnten sich auf einen sehr gut aufgelegten Yannick Hellmich im TuS-Tor verlassen, der viele Bälle festhielt. Und wenn doch einmal ein Abpraller kam, gehörte er meistens den Gästen. So konnten die Esinger ihren besagten 2:3-Vorsprung auf 4:7 ausbauen. „Da sind wir endlich in die Gänge gekommen, ehe wir dann wieder drei überflüssige Gegentore kassiert haben“, so Schütt, dessen Schützlinge zur Pause verdient mit 9:13 führten. Die zweite Halbzeit begann dann aber wieder äußerst zäh aus TuS-Sicht: Erneut wurden einige gute Chancen vergeben und mit mehreren technischen Fehlern drei Stockelsdorfer Tore in Folge begünstigt – plötzlich drohte beim Stand von 12:13 sogar der Ausgleich.
Schütt wechselte daraufhin noch einmal durch; dann konnten sich die Gäste auf 14:18 absetzen und steuerten anschließend einem sicheren Sieg entgegen. Die mitgereisten Eltern der TuS-Talente sahen nun einige gut ausgespielte Angriffe und die körperlich überlegenen Hausherren hatten in ihrer Abwehr Probleme mit den schnellen Esingern Dennis Gottschalk und Klaas-Jan Leemkuil oder auch Finn Emmerich, der sich am Kreis wiederholt gut durchsetzte. Erfreulich: Die Esinger zeigten auch eine ganz andere Körpersprache als bei der eine Woche zuvor erlittenen 22:33-Heimklatsche gegen die SG Flensburg-Handewitt II. „Am Ende haben wir einen verdienten und sicheren Sieg gefeiert, der sogar noch höher hätte ausfallen können“, so Schütt, der für Gottschalk ein Sonderlob parat hatte: „Nachdem er einen Siebenmeter verworfen hatte, hatte ich innerlich schon Pascal Kühl als neuen Schützen nominiert – aber Gottschalk übernahm auch beim nächsten Strafwurf die Verantwortung, trat wieder an und verwandelte somit zwei von drei Siebenmetern!“
