Uetersener Nachrichten vom 11.03.2010 21:20
Feuerwehrchef legt nach
Kreisfeuerwehrzentrale Kreisbrandmeister Bernd Affeldt fordert zügige Sanierung. Von Lars KaschaPinneberg. Kreisbrandmeister Bernd Affeldt hält seine Kritik an den Vorgängen um die Erweiterung der Kreisfeuerwehrzentrale weiter aufrecht.
Wie die Uetersener Nachrichten vor zwei Wochen exklusiv berichteten, verhindert nach Informationen der Feuerwehr eine Einflugschneise für drei seltene Fledermausarten, dass auf dem einem noch zu kaufenden Grundstück der Wirtschaftsförderungs-, Planungs- und Entwicklungsgesellschaft der Kreise Pinneberg und Segeberg (WEP) gebaut werden darf.
„Ich weiß nicht, warum wir mehr als ein Jahr planen, obwohl ein Gutachten vorliegt, das diese Arbeit ad absurdum führt,“ ärgert sich der Feuerwehrchef. Das sei, so fügt er hinzu, ein unmöglicher Umgang mit ehrenamtlichem Engagement.
Dr. Harald Schroers von der WEP versicherte im Gespräch mit den Uetersener Nachrichten, dass er alles tue, damit die Feuerwehr glücklich werde, aber er brauche nach einem Verkauf auch verwertbare Restflächen. Zu dem Fledermaushabitat wollte er sich nicht weiter äußern und verwies darauf, dass die Prüfung der Nutzbarkeit des Geländes noch andauere und zum jetzigen Zeitpunkt keine abschließenden Aussagen gemacht werden könnten. Die WEP werde dem Kreis wie vereinbart ein Angebot vorlegen. Auf dieses Angebot wartet auch die Kreisverwaltung, die angibt, auch noch nicht lange von dem Fledermaus-Gutachten zu wissen. Marc Trampe, der Pressesprecher des Kreises, erklärte, dass wohl nur ein kleines Stückchen betroffen sei, das aber einen anderen Zuschnitt als geplant, notwendig machen könnte.
Auch der Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Sicherheit und Ordnung, Helmuth Kruse (Grüne), wartet die weitere Entwicklung und das angekündigte Angebot der WEP höchst gespannt ab. „Theoretisch“, so merkte er an, „könnte man das geplante Gebäude anders positionieren“.
Die Feuerwehr mahnt zur Eile. „Die Arbeiten müssen bis zum Jahr 2015 abgeschlossen sein, sonst ist der Betrieb für die Zukunft nicht gewährleistet", sagt Affeldt. Die Verpflichtung des Kreises, eine moderne Kreisfeuerwehrzentrale vorzuhalten, ergibt sich aus dem schleswig-holsteinischen Brandschutzgesetz. Ohne Ausbau müsste eine neue Zentrale gebaut werden.
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