ln-online/lokales vom 09.02.2010 00:00
Viertes Finale, erster Sieg: MSV gewinnt Linshöft-Cup
Vier Minuten vor dem Ende überwindet Mallentins Christian Thiede Carlows Torhüter Frank Flaegel zum alles entscheidenden 1:0.
Dreimal stand der Mallentiner SV in der Geschichte des Linshöft-Cups in Schlagsdorf bereits im Finale. Nach dem 0:1 im Siebenmeterschießen gegen den Grevesmühlener FC II 2004, dem 0:3 gegen die SG Carlow 2005 und dem 1:6 gegen die TSG Gadebusch 2008 gelang den Schützlingen von Dietrich Bössow nun im vierten Anlauf endlich das große Wurf. Vier Minuten vor dem Abpfiff des Endspiels gegen die SG Carlow, die ebenfalls zum vierten Male im Endspiel stand und bereits zweimal triumphieren konnte, setzte sich Mirko Zemke auf der rechten Seite durch, passte zum freistehenden Christian Thiede, der den Carlower Schlussmann Frank Flaegel zum 1:0 überwand. Mit Glück und Geschick, die Carlower wechselten in der letzten Minute ihren Torhüter gegen einen fünften Feldspieler, verteidigte der MSV diesen Vorsprung und ist damit für die Endrunde des 12. Linshöft-Cups im nächsten Jahr gesetzt. Nach den Gruppenspielen gegen den SV Dassow (1:0), die SG Schlagsdorf II (2:2), die Alten Herren der SG Carlow (3:1) und dem einzigen 0:0 in der Finalrunde gegen die Ex-Fußballer des Gastgebers war der MSV als Staffelsieger ins Halbfinale eingezogen.
Dort hieß der Gegner Team Gadebusch, identisch mit der Landesligamannschaft der TSG. Zwei Minuten vor dem Abpfiff, kurz vor dem Ablauf einer Zweiminutenstrafe von Enrico Butz, hatte Raik Eggert die Mallentiner mit 1:0 in Führung gebracht. Und dabei blieb es auch.
Einen gewissen Anteil am Cup-Sieg des MSV hatte übrigens auch das Tief „Keziban“, das am vergangenen Wochenende über Nordwestmecklenburg hinweg gezogen war. Es sorgte für die Absage der letzten Vorrunde der Hallen-KM und damit gleichzeitig für die Verlegung der Endrunde auf den 13. Februar, für die sich die Mallentiner bekanntlich qualifiziert haben. Ursprünglich war diese nämlich am 6. Februar geplant, zur gleichen Zeit, als der Mallentiner SV in Schlagsdorf zur Vorrunde dran war. Dort konnte Trainer Bössow nun mit seinem besten Aufgebot antreten und hatte sich vor der SG Carlow und der SG Schlagsdorf (siehe nebenstehender Überblick durchgesetzt. Dem diesjährigen NWM-Cupsieger aus Carlow blieb als kleiner Trost für das verlorene Endspiel immerhin auch noch die Torjägerkrone durch Tobias Brehmer (sieben Treffer) und der Bronzeplatz. Den holten sich die Alten Herren der SG, die im kleinen Finale, angeführt von Mario Bremert, dem besten Torhüter des Turniers, das Team Gadebusch mit 2:1 besiegten.
Keine Rolle bei der Endrunde der 11. Auflage des Linshöft-Cups spielten die beiden Vorjahresfinalisten. Cupverteidiger FC Schönberg II erhielt gleich zum Auftakt mit dem 1:6 eine Lehrvorführung der Carlower. Nach dem 3:1 gegen die SG Schlagsdorf keimte noch einmal wieder Hoffnung auf das Halbfinale auf, die nach dem 0:1 gegen den Grevesmühlener FC II aber auf ein Minimum gesunken war, denn auf alle Fälle musste das letzte Spiel gegen Team Gadebusch gewonnen werden. Daraus wurde aber nichts, es ging mit 2:3 verloren und so blieb am Ende nur Platz 8. Der Grevesmühlener FC II, der gestern in die gleiche Gruppe gelost worden war, verspielte seine Chancen bereits in den ersten beiden Spielen, die man jeweils 0:1 gegen die SG Schlagsdorf und das Team Gadebusch verlor. Nach dem 1:0 über den FC Schönberg II begann aber plötzlich vor der Partie gegen die SG Carlow wieder ein Hoffnungsfunke zu glimmen. Doch es musste erst einmal ein Sieg her. Nach einem zweimaligen Rückstand gingen die Kreisstädter dann 3:2 in Führung. Doch Tobias Brehmer sorgte 50 Sekunden vor dem Ende mit dem 3:3 für das endgültige Aus des GFC II, der sich am Sonnabend als Dritter der Vorrunde 2 für die Finalrunde qualifiziert hatte.
Die zweite Vorrunde hatten der SV Dassow nach einer überzeugenden Vorstellung mit fünf Siegen und einem 2:2 gegen den GFC II gewonnen. Am Sonntag lief dann nichts zusammen, zumal der SVD nur mit vier Feldspielern antrat. Am Ende landeten die Dassower nach einem 0:1 gegen Mallentin, 0:1 gegen Carlows Alte Herren, 1:3 gegen die SG Schlagsdorf Ex und einem 1:2 gegen Schlagsdorf II als einzige Mannschaft ohne einen Pluspunkt auf dem zehnten und letzten Platz.
Grund zur Freude hatten dagegen die Gastgeber, auch wenn es wieder nicht mit dem erhofften ersten Finaleinzug klappte. Dafür waren die Schlagsdorfer erstmals mit drei Teams in der Endrunde und stellten mit Toni Holland den besten Spieler. Eine Überraschung gab es bei der Siegerehrung zudem für Heino Lerbs, Hans Zündorf, Frank Dietschek, Sven Korup, Thomas Schwarz und Uwe Beyreyther, die alle mit der Ehrennadel des Kreisfußballverbandes in Bronze geehrt wurden. Überschattet wurde der 11. Linshöft-Cup von einer schweren Schulterverletzung von Torhüter Christian Habeck, der am Freitagabend bei der 1. Vorrunde zwischen den Pfosten des Teams Zara stand.
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