87-Jährige entkam der Flammenhölle
Großfeuer in Neuendeich: Schaden von 80000 Euro. Ihre Hilferufe wurden gerade noch rechtzeitig gehört. Sonst hätte die 87-jährige Bewohnerin eines Bauernhofes in Neuendeich, Ortsteil Schlickburg, das Feuer in ihrem Haus sicherlich nicht unverletzt überstanden.Von Klaus Plath und Sebastian Kimstädt
Neuendeich. Die Feuerwehren aus Neuendeich und Uetersen mussten sich gestern Vormittag mit einem Großfeuer auseinandersetzen. Der gegen 9.25 Uhr als Küchenbrand gemeldete Einsatz entwickelte sich schnell zu einem Vollbrand.
Das Feuer fand in dem rund 150 Jahre alten Gebäude an der Schlickburg reichlich Nahrung. Als die Einsatzkräfte den Brandort erreichten, hatten sich die Flammen bereits auf mehrere Räume ausgebreitet und waren dabei, in die Zwischendecke vorzudringen.
Die 87-jährige Anneliese M. die zurzeit im Rollstuhl sitzt, hatte gestern Morgen in der Pfanne Fisch gebraten, als das heiße Fett in Brand geriet.
Nachbarin Katrin Zimmermann, die mit der alten Dame in einem Haus wohnt, hatte die Rettungskräfte alarmiert, da sie Rauchentwicklung bemerkte. Während sie ihre Tochter Elisabeth in Sicherheit brachte und in das Auto vor dem Haus setzte, retteten Zeitungsbotin Patrizia Oertlinghaus und Nachbar Arne Dorendorf die alte Dame aus dem völlig verqualmten Gebäude. Nur der Katze konnten sie nicht mehr helfen. Feuerwehrmänner fanden das Tier nach den Löscharbeiten tot unter einem Sofa.
Die eingesetzten Feuerwehrkräfte versuchten zunächst über einen Außenangriff, dann auch mithilfe mehrerer Atemschutztrupps von innen an den Brandherd heranzukommen. Die Flammen in der Küche hatten die Blauröcke recht zügig ersticken können. Das Problem war allerdings das Feuer, das sich in der Zwischendecke ausgebreitet hatte.
Eine ganze Zeit lang liefen die Kräfte dem Brand hinterher. Schließlich gelang es mit sogenannten Fog Nails, mit denen die Zwischendecke durchstochen wurde, das Feuer zu löschen.
Der Sachschaden wird vonseiten der Polizei auf mindes- tens 80000 Euro geschätzt. Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen. Am rund dreistündigen Einsatz waren rund 50 Feuerwehrleute, die Besatzung eines Rettungstransportwagens und ein Notarzt beteiligt.
In den letzten 7 Tagen schon 4 mal gelesen - zuletzt am 31.08.2010 um 05:26.
Weitere Meldungen, der Kategorie Vermischtes, aus Pinneberg
„Das ist ein mutiger Schritt“Kultur ist in Bewegung
Singe, wem Gesang gegeben
Zukunft nachhaltig gestalten
Sprachen lernen für das Leben
|
|||||||||||||||










