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Uetersener Nachrichten vom 05.08.2009 20:46
Mittel gut genutzt
Klaus-Groth-Schule: Vorzeigeschule auch in den Ferien. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Edelgard Bulmahn, von 1998 bis 2005 in der Schröder-Regierung Bundesministerin für Bildung und Forschung, sah sich im Rahmen einer politischen Stippvisite im Kreis Pinneberg in der Klaus-Groth-Schule um. Von Sylvia Kaufmann
Tornesch. Das besondere Interesse an der Bildungseinrichtung des Schulzweckverbandes Tornesch-Uetersen liegt natürlich nicht nur darin begründet, dass Edelgard Bulmahn vor ihrer politischen Laufbahn im Bundestag bis 1987 an der Lutherschule in Hannover unterrichte.
Edelgard Bulmahn hat als Bildungsministerin der rot-grünen Regierung das Investitionsprogramm „Zukunft Bildung und Betreuung“ (IZBB) 2003 auf den Weg gebracht und damit sozusagen auch die Kooperative Gesamtschule in Tornesch ermöglicht. Denn die Schule und ihre Ausstattung wurden aus Mitteln des 4 Milliarden-Euro-Programms für Ganztagsschulen mitfinanziert. 5 Millionen Euro der 27-Millionen Euro-Investition sind aus dem IZBB-Topf gekommen. Die Klaus-Groth-Schule wurde damit das größte schleswig-holsteinische Projekt aus dem Ganztagsschulprogramm des Bundes.
Der SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann, der Edelgard Bulmahn zu politischen Sommergesprächen nach Tornesch und Quickborn eingeladen hatte, informierte seine Bundestagskollegin, die seit November 2005 Vorsitzende des Ausschusses für Wirtschaft und Technologie ist, dass es sich bei der Klaus-Groth-Schule um eine „gewaltige Bildungsinvestition“ der beiden Nachbarkommunen Tornesch und Uetersen als Schulzweckverband handelt und die Schule von Anfang an als Gesamtschule angelegt war. Schulzweckverbandsvorsteher, Tornesch’ Bürgermeister Roland Krügel, hatte seinen Urlaub für eine Stunde unterbrochen, um Edelgard Bulmahn, Ernst Dieter Rossmann sowie die Tornescher Genossen Rolf König und Manfred Mörker beim Rundgang durch die Schule zu begleiten. Er berichtete, dass die Schule innerhalb von fünf Jahren aufgebaut und siebenzügig mit 1000 Schülern geführt wird. „Die ersten Jahrgänge lernten in Containern, unter Baulärm und Umzügen, denn die neue Schule wurde an die damals bestehende Realschule angebaut“, so Krügel.
Edelgard Bulmahn wurde nicht nur durch die Mensa mit Bühne, verschiedene Fachräume, in die Sport-Mehrzweckhalle und sogar in die Astronomie-Kuppel und auf das Dach der Schule geführt, um das vor kurzem aufgebaute Teleskop und die seit ein paar Jahren in Funktion befindliche Photovoltaikanlage zu sehen. Sie erfuhr von den Müttern und Vätern im Mensaverein, die mit fünf hauptamtlichen Kräften und viel ehrenamtlicher Arbeit täglich für 550 Mittagessen sorgen, und vom Gesamtkonzept der Schule mit Einbindung von örtlichen Vereinen, des Jugendzentrums und der Stadtbücherei, die Aufgaben der Schulbuchverwaltung übernommen hat. „Das ist die erste Schule mit eigener Sternwarte, die ich besuche. Was hier geschaffen wurde, ist ganz toll. Und es ist genau das, was wir mit unserem Programm für Ganztagsschulen erreichen wollten, nämlich die Verzahnung von Unterricht und außerschulischen Bildungs- und Freizeitangeboten“, betonte Edelgard Bulmahn. Dass die Schule gut angenommen werde, zum Mittelpunkt der Stadt Tornesch geworden ist und die Orts-SPD ihr diesjähriges Kinderfest auf dem KGS-Schulhof ausgetragen hat, hörte sie gerne und bestätigte: „Sie haben die Mittel aus dem IZBB-Programm gut eingesetzt.“
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